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Mikrodermabrasion

Mikrodermabrasion bringt neuen Schwung für die Haut

Sanftes Peeling bekommt viele dermatologische Probleme in den Griff

Die Mikrodermabrasion ist zurzeit in aller Munde. Zu Recht, denn mit dieser sanften Peeling-Methode behandeln Kosmetikerinnen bei jedem Hauttyp und jeder Hautfarbe erfolgreich Narben, Akne, Falten, Schwangerschaftsstreifen, Pigmentflecken, Verhornungen, Warzen und vieles mehr. Die Fachkräfte wenden diese Behandlung im Gesicht wie auch Hals, Dekolleté und Körper an: Bei der Mikrodermabrasion schleift die Kosmetikerin die oberste Hautschicht aus alten und abgestorbenen Zellen fein mechanisch ab: Das Behandlungsgerät schießt zuerst Aluminiumoxid-Kristalle gegen die Haut und saugt dann die sich dabei ablösenden Hautschuppen als auch die Kristalle wieder ab. Ein praktischer Nebeneffekt: Auf diese Weise ist sichergestellt, dass die Kristalle nur einmal verwendet werden. Die Mikrodermabrasion ist demnach eine sehr hygienische Behandlungsmethode. Ein weiterer Pluspunkt: Es entstehen keine Schmerzen. Eine Betäubung ist also nicht notwendig; die Kundin kann sogar im Anschluss Autofahren. Mit leichteren Nebenwirkungen müssen die Kundinnen allerdings rechnen: Es kann zu kleinen Verletzungen kommen; wenn die Kosmetikerin zu tief schleift, können sich Narben bilden; Pigmentstörungen können sich nach dem Kontakt mit zu vielen UV-Strahlen entwickeln oder es können Unverträglichkeiten entstehen, wenn die Kosmetikerin der Kundin nach der Mikrodermabrasion beispielsweise ein Fruchtsäure-Peeling aufträgt.

Nach der Anwendung bilden sich auf und unter der abgeschliffenen Hautschicht neue Zellen – der Selbstheilungsprozess setzt ein. Dabei sollen sich verstopfte Talgdrüsen öffnen, die mittlere Hautschicht soll sich straffen, geschädigte Hautzellen sollen sich regenerieren und Pigmentzellen würden besser arbeiten. Narben sollen sich verkleinern und unauffälliger werden, Schwangerschaftsstreifen würden sich straffen und Akne würde sich verbessern.

Die Mikrodermabrasion, die die italienischen Ärzte Marini und Lo Brutto Mitte der 1980er erfanden, ist übrigens die neuere Version der Dermabrasion. Diese ältere Abschleifungsmethode wird schon seit den 1950ern und allein von Hautärzten durchgeführt, da es ein schmerzhafter chirurgischer Eingriff ist, bei dem dementsprechend eine Narkose notwendig ist. Außerdem treten stärkere Blutungen auf und die Schleifwunden benötigen einige Wochen zum Abklingen. Zudem können stärkere Nebenwirkungen auftreten wie Verschorfungen und Verfärbungen der Haut.

Verwechslungsgefahr besteht aber nicht nur bei der Mikro- und Dermabrasion, die Behandlungsgeräte sorgen ebenfalls für Verwirrung: Zurzeit wird bei der Mikrodermabrasion oft von einer „Diamantschleifung“ gesprochen. Da der Begriff „Mikrodermabrasion“ nicht gesetzlich geschützt ist, ist diese Abwandlung zwar möglich, doch das Behandeln mit Aluminiumoxid-Kristallen ist mit dem Diamantschleifen nicht vergleichbar, denn letzteres ist eine ganz andere Methode.
Bei der Anwendung des Mikrodermabrasionsgeräts mit Aluminiumoxid-Kristallen sollte die Kosmetikerin eine Brille und einen Mundschutz tragen, da die Kristallpigmente die Augen-Netzhaut reizen und Husten auslösen können. Die Kundin sollte aus diesem Grund ebenfalls Mund und Augen schließen.

Ist die Mikrodermabrasion beendet, rötet sich die Haut meist. Diese Reizung nimmt aber innerhalb weniger Minuten bis hin zu wenigen Stunden wieder ab. Da die Haut nach dem mechanischen Peeling besonders aufnahmefähig ist, empfiehlt es sich, der Kundin Regenerations- und Pflegewirkstoffe aufzutragen – der Effekt der Mikrodermabrasion stellt sich dementsprechend intensiver ein. Die Behandelnde sollte ihrem Kunden nahelegen, diese pflegende Nachbehandlung zu Hause fortzuführen. Außerdem sollte die Kundin unbedingt Sonnenschutzmittel mit hohem UV-Schutz verwenden, da die Haut sensibler ist. Erst wenn sie vollkommen abgeheilt ist, empfiehlt sich eine erneute Mikrodermabrasion. In der Regel heißt das, dass die Behandlung einmal pro Woche durchgeführt werden kann. Allerdings richtet sich die tatsächliche Behandlungshäufigkeit und –intensität nach dem Haupttyp und dem Problem, das die Kosmetikerin mindern soll. Die selben Aspekte bestimmen auch den Preis. Eine Sitzung kann ohne Weiteres zwischen 40 und 100 Euro kosten.

Drei Hersteller von Mikrodermabrasionsgeräten:
www.dermatronics.de

www.skinjet.de

www.reviderm.de